
Herwig Korbel
BA Fitnessökonomie
MA Wirtschafts- und Organisationspsychologie
Kunst- und Kulturerbefotografie.
Farbechte Digitalisierung auf FADGI 4-Star Niveau
Farbgenaue Reprofotografie fasziniert mich
weil es schwierig und technisch fordernd ist
Es gibt in der Kunstdigitalisierung viele die glauben, dass sie es können, aber sie glauben es nur. Warum ich dass so mit Bestimmtheit sagen kann? Weil ich bis vor nicht allzu langer Zeit auch zu den vielen Glaubenden gehört habe.
Ich habe immer wieder für Freunde gemalte Bilder fotografiert. Ich habe natürlich einen ColorChecker Passport ins Bild gestellt, ich habe natürlich einen Weißabgleich gemacht. Was mir dann aber doch aufgefallen ist: Die Neutraltöne waren zwar neutral, aber die Farbwerte stimmen nicht. Farbecht? Richtige Hellikgeitswerte? Fehlanzeige! Das war keine Reprofotografie.
Der nächste Versuch war mit dem ColorChecker Passport und der Calibrite Kameraprofilierungssoftware ein aufnahmespezifisches Farbprofil zu machen. Die Farben sind etwas anders, aber die Farbwerte stimmen immer noch nicht. Trotzdem nahm ich den einen oder anderen Auftrag an. Und die Kunden waren beeindruckt, wie ich mit meinem Equipment herumjonglierte und Kompetenz versprühte. Aber Unwissen tut auf Dauer weh. Jetzt wollte ich es genau wissen.
Ich wollte eine Farbreferenzkarte in meiner Datei haben, bei denen die Farbwerte stimmen. Denn nur dann konnte ich davon ausgehen, dass die Farben in den Bildern dem Original entsprechen.
Und dann begann eine mehrmonatige spannende Recherchereise und Einarbeitungszeit in einen sehr technischen Bereich der Fotografie, der ein außerordentlich hohes Maß an technischem Verständnis verlangt. Und wie es wirklich geht, davon erzähle ich an anderer Stelle mehr.
weil es Seelennahrung ist
Kunst ist für mich und meine Frau Seelennahrung. Wenn ich ein Kunstobjekt oder ein Kulturgut fotografiere, dann interessiert mich auch der Künstler, was er denkt, was er fühlt, wie er die Welt reflektiert, warum er macht, was er macht, die Geschichte, einfach alles, was damit zusammenhängt. Was gibt es Schöneres? Als das zu fotografieren, was einen bereichert.
Fotografie als späte Berufung
Meine naturwissenschaftliche Seite
Es gibt eine vieljährige naturwissenschaftliche Ausbildung in Molekularbiologie auf universitärer Ebene, ich habe therapeutisch gewerblich als Masseur gearbeitet und habe das Gewerbe für sportwissenschaftlich Beratung.
An der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien hatte ich 12 Jahre lang einen Lehrauftrag, in dessen Rahmen ich mit Musikern und Musikerinnen an der Klangverbesserung durch eine Optimierung der Bewegungs- und Atmungsabläufe am Instrument gearbeitet habe.

Meine kunstinteressierte Seite
Kunst ist Seelennahrung. Meine Frau Maria und ich pflegen und leben eine gemeinsame Begeisterung für die bildende Kunst. Städtetrips werden als Kulturtrips geplant, Museen und Galerien sind oft das Ziel. Bei regelmäßigen Münchenaufenthalten interessieren uns weniger die Biergärten, als vielmehr die Kunsthalle, die Pinakotheken, das Lenbachhaus, die Villa Stuck. Nach Frankfurt zieht uns der Städel, Bilbao ist nicht nur Guggeheim, sondern vor allem auch das museo de bellas artes, mit allen Kunstepochen aus der Perspektive baskischer Künstler. Die moderne Architektur Bilbaos hört nicht bei Frank O. Gehry auf.
Und Wien? Ohne Worte. Man lebt im Paradies der Künste, wo täglich Milch und Honig fließen.
Was mich fotografisch auszeichnet
Technische Begeisterung gepaart mit ästhetischem Feinsinn
Ich habe ein sehr profundes Verständnis aller Aspekte der digitalen Fotografie, des Farbmanagementes und des Druckens. Ich liebe es mit meiner Cambo Fachkamera zu arbeiten. Das ist Fotografie pur, die neue wohltuende Langsamkeit des fotografischen Arbeitens.
Technische Begeisterung alleine macht aber noch keine guten Bilder. Erst wenn technisches Verständnis mit ästhetischen Bildvorstellungen zu einer Symbiose wird, dann entstehen auch überzeugende Bilder. Bilder entstehen nicht in der Kamera, Bilder entstehen im Kopf.
Was mich fotografisch sonst noch bewegt
Meine Porträtästhetik kommt von den Alten Meistern
Meine fotografische Porträtästhetik ist von den Renaissance- und Barockporträts inspiriert, das dramatische Spiel mit Licht und Schatten im Caravaggio-Stil ist ganz meins. Durchaus auch bei den Businessportraits. Starke Charaktere profitieren von einem markanten Portätlicht.
Die Lichtsetzung ist die eine Sache. Die große Herausforderung in der Portraitfotografie ist aber die Psychologie des Fotografiertwerdens. Wir alle kenne das. Sobald wir vor einer Kamera sitzen, verändern wir unser Verhalten, kontrollieren wir unsere Mimik. Gar nicht gut. Meine Stärke ist das Portraitcoaching: Die gezielte, gemeinsame Arbeit an der Haltung und dem Ausdruck.

Architekturfotografie - Inspirationsquelle die Museen dieser Welt
Auch für die professionelle Architekturfotografie beschäftige ich mich mit der Malerei, zum Beispiel mit den Bilder von Edward Hopper, Vermeer, Pieter Jensz. Saenredam, oder der Vedutenmaler Belloto, Canal, Guardi, Piranesi, Pannini.

Die Kirchengemälde des Niederländers Pieter Jansz. Saenredam (1597 - 1665) sind großartig. Hier die Mariakerk in Utrecht. Bemerkenswert: Tiefer Blickpunkt knapp über dem Boden, Standpunkt des Betrachters nicht in der Mitte des Ganges, dennoch bleiben die horizontalen Linien horizontal, die Perspektive eine saubere Einpunktperspektive. Schöne Lichtstimmung in dieser Emporenbasilika.
www.rijksmuseum.nl : Home : Info, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34318835.

Inspiriert durch Saenredams Kirchenbilder. Das Mittelschiff der Kirche Altlerchenfeld Zu Den Sieben Zufluchten in Wien. Dezentraler Standpunkt, dennoch saubere Einpunktperspektive, damit die großen Luster nicht den schönen Chorraum verdecken. Diese Art Foto ist so nur mit einer Fachkamera so zu fotografieren. Und was das Drucken betrifft, das Wichtigste sind die dunklen Kirchenbänke, damit diese das Minimum an Zeichnung bewahren, und nicht komplett zulaufen. Das gelingt mit der speziellen Testchart von Roland Miller auf Anhieb.
Foto Herwig Korbel.
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